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The Brew in Bremen
Tower Musikclub
09.11.2017
Bericht: Sarah Fass
Fotos: Sarah Fass

Es gibt nicht mehr viele Bands, die sechs Alben veröffentlichen. Auch gibt es nicht viele Trios, die seit rund zehn Jahren in unveränderter Besetzung einen Ruf als rigorose, international tourende und dabei exzellente Liveband verteidigen und darüber hinaus zu zwei Dritteln noch Mitte zwanzig sind. The Brew aus der nordenglischen Hafenstadt Grimsby gibt es nur einmal und sie melden sich mit „Shake The Tree“ zurück aufs Parkett. Zu Einlassbeginn stehen bereits einige treue Fans vor dem Bremer Tower, in dem es im Verlauf der folgenden Stunde recht kuschelig werden soll. The Brew schaffen es schließlich auch an diesem Donnerstagabend problemlos, den Tower ordentlich zu füllen und bereits von den ersten Riffs an für eine unvergleichliche Stimmung zu sorgen.

The Brew Tower Bremen 2017

„It’s our first time here. Bremen, what a great venue“

The Brew betreten die Bühne und beginnen ohne Ankündigung mit den Titeln „Shake the Tree“ und „Johnny Moore“ ihres aktuellen Album. Große Worte brauchen sie nicht. Jeder Einzelne der vielen Zuschauer ist von der ersten Sekunde an voll dabei. Während in den ersten Reihen getanzt und aus vollem Herzen mitgesungen wird, steht das Publikum weiter hinten mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen da und genießt die Musik. Alle gehen offensichtlich freundschaftlich miteinander um. Jeder ist hier willkommen und wird direkt aufgenommen.

Nach einigen Songs meldet sich dann Sänger Jason Barwick zu Wort: „It’s our first time here. Bremen, what a great venue!“ dann wird auch schon wieder in die Seiten gehauen und weiter gefeiert. „Mute“, „Skip“ und „Repeat“ werden gespielt, dann meldet sich die Band erneut zu Wort: „You guys are fucking Rock’n’Roll this evening!“ loben sie ihr Publikum, das ihnen in jeder Pause begeistert zujubelt. Weiter geht’s mit „KAM“ und „Every Gig has a Neighbour“ von ihrem 2010 erschienen Album „A Million Dead Stars“. An diesem Abend beweist sich ganz klar, dass Musik verbindet. In jedem Gesicht sieht man den Spaß, den jeder Besucher der Briten an diesem Abend hat Auch die Band ist voll dabei und fordert das Publikum immer wieder zum Mitmachen auf.

„Without you we wouldn’t be here“

Viele Reden sind an diesem Abend überflüssig, alle verstehen sich auch so bestens und sind gut gelaunt. Gegen Ende richtet sich der Sänger schließlich nochmal an sein Publikum. Er bedankt sich für das Erscheinen und die Unterstützung der Fans. „Without you we wouldn’t be here.“ sagt Barwick und verneigt sich vor den Zuschauern. Er erzählt außerdem, dass die Band nach der Show am Merch-Stand zu finden ist. Mit dem Satz „I’d be thrilled to meet you.“ kündigt er die letzten Songs des heutigen Sets an. Während sich Jason Barwick und Tim Smith bereits von der Bühne verabschieden, legt Drummer Kurtis Smith noch ein zehnminütiges Solo hin. Faszinierend ist, dass er dieses mit seinen Drumsticks startet und mit bloßen Händen schließt.

Auf den Wunsch ihrer Fans spielt das Trio noch einige Zugaben. Mit den Worten „Bremen, once again. Dankeschön, we are The Brew!“ verabschiedet sich die Band endgültig von der Bühne. Am Merch-Stand nimmt sich die Band letztlich genügend Zeit für jeden Fan. Damit lassen sie einen Abend entspannt ausklingen, an dem man 10 Jahre Bandgeschichte, Freundschaft und die Verbindung, die Musik schafft, deutlich spüren kann.

The Brew

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