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Nathan Gray Feral Hymn 2018
Nathan Gray
Feral Hymns
VÖ: 19.01.2018
End Hits Records
Bewertung

Nathan Gray, seines Zeichens Sänger der Band Boysetsfire, ist durchaus als umtriebig bekannt; sei es mit seiner bereits erwähnten Hauptband oder der kürzlichen Re-Issue der ersten EP seines Nebenprojekts The Casting Out. Diese sah er im Nachhinein als ersten Versuch eines Solo-Projekts. Nicht vergessen ist auch sein Ausflug in düstere Dark Wave- und Industrial-Gebiete mit The Nathan Gray Collective (Review). Jetzt erscheint „Feral Hymns“ und bildet sein erstes „richtiges“ Debüt als klassischer Akustik-Solo-Künstler.

Hier und dort setzen stimmige Streicher und Klavierstücke passende Akzente und führen zu Gänsehaut-Momenten

Zwölf Songs mit einer unglaublichen Atmosphäre und einer spürbaren Intimität, erzeugt durch den einzigartigen Gesang und größtenteils getragen von lediglich einer einzelnen Akustik-Gitarre. Hier und dort setzen stimmige Streicher und Klavierstücke passende Akzente und führen zu Gänsehaut-Momenten. Dann bringt wiederrum eine elektrische Gitarre die nötige Abwechslung in die doch sehr ruhigen, nachdenklichen Songs.

Schon die erste Single „Echoes“ und das dazugehörige Video haben gezeigt, wieviel Potential und Gefühl Nathan Gray seiner Stimme und ein paar Gitarrenspuren entlocken kann. Auch der Opener „As The Waves Crash Down“ überzeugt mit seinem Spagat aus Einfachheit und doch epischem Hang zum Pathos.

Packende Atmosphäre, große Gesten und das richtige Maß an Pathos

Aufgenommen wurde das Album von Pete Steinkopf (Bouncing Souls), der auch schon an den ersten Solo-Gehversuchen von Brian Fallon von The Gaslight Aanthem und Dave Hause beteiligt war. Steinkopf ließ es sich auch nicht nehmen, als Gastmusiker auf der Platte aktiv zu werden.
Acht neue Songs schrieb Nathan Gray für dieses Album – drei Songs kommen von The Casting Out und ein Boysetsfire-Klassiker schafft in heruntergebrochener Akustik-Version zusätzlich den Weg auf „Feral Hymns“.

Live gibt es die neuen und viele andere Stücke auf einer bereits restlos ausverkauften Deutschland-Tour Anfang Februar zu bestaunen. Dank des unglaublichen Erfolgs sicher in naher Zukunft auch noch an einigen weitern Zusatzdaten. Sollte sich niemand entgehen lassen, der auf eine packende Atmosphäre, große Gesten und das richtige Maß an Pathos steht.

      Nathan Gray Feral Hymn 2018

Nathan Gray
Feral Hymns

 

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Über Archi
„I hate this place, but I love these chords.“

Archi wurde musikalisch von Dritte Wahl und der Terrorgruppe groß gezogen und ist mittlerweile irgendwo zwischen The Gaslight Anthem, The Menzingers und Hot Water Music zu Hause. Wenn er nicht gerade selbst auf irgendeiner Bühne der Republik seine Wut auf Nazis, Sexisten und andere Vollidioten rausbrüllt, sitzt er mit einem großen Stück Pizza Zuhause vor seiner PS4.

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